Projekt “Sport schafft Heimat”

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Förderung einer Willkommenskultur in den Sportvereinen

Hier schafft Sport Heimat: In zahlreichen Sportvereinen deutschlandweit engagieren sich Haupt- und Ehrenamtliche und ganze Sportabteilungen in herausragender Weise für die Integrationsarbeit mit Geflüchteten. Genau dort setzt das Projekt Sport schafft Heimat an. In enger Kooperation mit dem Programm „Integration durch Sport“ (IDS) im BLSV unterstützt es die bayerischen Stützpunktvereine des Programms finanziell in Form einer Pauschale.

Insgesamt 77 Vereine wurden 2016 als Stützpunktvereine über IDS gefördert. 65 stellten einen Antrag auf Förderung über die Projektpauschale Sport schafft Heimat. Ziel der Projektpauschale ist es, das ehrenamtliche Engagement von Sportvereinen und Ehrenamtlichen zu unterstützen sowie die Teilnahme und Teilhabe von Geflüchteten an den Sportangeboten im Verein zu fördern. Mit den Bildungsbausteinen wurden außerdem Informationen zum Thema Geflüchtete und Sport vermittelt und Ehrenamtliche interkulturell sensibilisiert. Somit leistet das Projekt Sport schafft Heimat auch einen Beitrag zur interkulturellen Öffnung der Sportvereine. Das Projekt wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

Was fördert das Projekt Sport schafft Heimat?

Die IDS-Stützpunktvereine bekommen finanzielle Unterstützung in Form einer Pauschale. Förderungsfähige Ausgaben in der Arbeit mit Geflüchteten im Sport sind beispielsweise:
-  Die sportliche Erstausstattung von Geflüchteten
-  Kosten für ehrenamtliche Helfer wie Dolmetscher, Fahrdienste oder sozialpädagogische Unterstützung
-  Fehlende Einnahmen durch erlassene Mitgliedsbeiträge
-  Fahrtkosten, ÖPNV-Tickets
-  Kosten für Maßnahmen im Bereich der interkulturellen Vereinsentwicklung

In den bayerischen Stützpunktvereinen öffneten insgesamt 26 verschiedene Sportarten ihr Angebot für Geflüchtete. Dabei ist Fußball die am häufigsten betriebene Sportart, in der sich Vereine um die Zielgruppe der Geflüchteten bemühen und auf reges Interesse treffen. Verschieden Kampfsportarten, Boxen, Kraftsport und Gymnastik, Kinderturnen und Volleyball erfreuen sich ebenfalls einiger Beliebtheit unter den Geflüchteten. Bemerkenswert ist die deutlich gestiegene Anzahl neuer Sportgruppen im Bereich Cricket sowie daraus resultierende Abteilungsgründungen.

Beispiele für die Projektarbeit

Foto: SV Wacker Burghausen e.V.

Foto: DJK Göggingen
 

 

 

 

DJK Göggingen e.V.: Der Verein engagiert sich unter dem Motto „Mit Sport Heimat schaffen. DJK Göggingen Verein(t)“ herausragend in der Arbeit mit Geflüchteten: Zu den über 20 Sportabteilungen zählt seit neuestem auch eine Cricket-Abteilung, mit der der Verein auf die ständig wachsende Nachfrage von jugendlichen und erwachsenen Geflüchteten – in erster Linie aus Pakistan und Afghanistan – reagiert.

TSV Breitengüßbach e.V.: Beim TSV Breitengüßbach gilt „Refugees Welcome“. Mit Tanz-Workshops ist der Verein für viele Kinder und Jugendliche attraktiv. Eine Ansprechpartnerin für Kinder mit Fluchterfahrung ist ebenfalls im Verein aktiv.

Annettes Kinderturnen e.V.: Vor allem im Bereich Schwimmen setzt sich der Verein integrativ für Frauen und Männer ein und bietet zielgruppengerechte Schwimmkurse an.

ASV Neumarkt: Mit einem speziell eingerichteten Fahrdienst zum Sportangebot finden Geflüchtete in der Boxabteilung des ASV Neumarkt eine neue sportliche Heimat. Der Trainingsbetrieb konnte mit zwei zusätzlichen Assistenztrainern und einer Weiterqualifizierung zur C-Trainer-Lizenz ausgebaut werden.

SpVgg Roth e.V.: Die Initiative „Bunter Sport“ der Basketball-Abteilung der SpVgg Roth engagiert sich seit zwei Jahren für offene Sporttreffs und niedrigschwellige Angebote für Geflüchtete. Eingebunden in lokale Netzwerke werden Interessierte direkt an andere Sportabteilungen weitervermittelt.

SV Wacker Burghausen e.V.: Ausgezeichnet vom Deutschen Cricket Bund als Leuchtturmprojekt in der Entwicklungs- und Integrationsarbeit ist die neugegründete Cricket-Abteilung des SV Wacker Burghausen stolz auf ihre über 60 Mitglieder. Waren es anfangs nur Geflüchtete direkt aus Burghausen, so hat man mittlerweile ein Einzugsgebiet von rund 100km. Ziel für 2017 ist die Meldung von 1-2 Mannschaften in der Regionalliga Bayern.

Ansprechpartnerin:
Katharina Kratzer, Bildungsreferentin im Ressort „Integration durch Sport“ im BLSV, Tel.: 089 157 02 330, E-Mail: email hidden; JavaScript is required