Mini-WM beim VfB Regensburg

 Mädchen und Jungen spielen gemeinsam in internationalen Teams

Während der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika starteten der VfB Regensburg und das Programm Integration durch Sport im BLSV (IdS) eine eigene WM für kleine Fußballbegeisterte.
Mit einem Fußballturnier ganz im Sinne der Integration konnten die Jungen und Mädchen im Alter von 9-13 Jahren ihr Können unter Beweis stellen. Denn dieses Fußballturnier war ein Teamspiel ganz besonderer Art: Hier spielten die Jungs und Mädels miteinander und nicht gegeneinander. Für manch einen der zukünftigen Nationalprofis war es herausfordernd, auch einmal mit Mädchen zusammen in einer Mannschaft zu spielen: Der Ehrgeiz zu gewinnen war eben sehr hoch. Zudem stand das Fair Play an oberster Stelle. Bei zwei gelben Karten oder einer roten Karte gab es ein Tor für die gegnerische Mannschaft. Gott sei Dank blieben die Karten aber in der Tasche des Schiedsrichters stecken. Es war also nicht nur ein Fußballspiel des Gewinnens, sondern auch der Akzeptanz.
Die acht Mannschaften stellten die Teams der echten Fußballweltmeisterschaft dar. Ein richtig internationales Turnier war es aber nicht nur aus diesem Grund: etwa 70% der teilnehmenden Kinder stammen aus Familien mit Migrationshintergrund. Somit setzten die Veranstalter ein deutliches Zeichen für Integration in Regensburg: Kinder aus Russland, Albanien, der Türkei, Frankreich, Kasachstan, Polen aber auch aus Deutschland zeigten, dass Fair Play und ein gutes Miteinander im Sport einen wesentlichen Beitrag zur Integration leisten können. Am Ende konnte die „griechische“ Mannschaft den glorreichen Sieg davontragen. Nun ja, es lief alles etwas anders als in Südafrika…
Bereits vor zwei Jahren konnte nach einem ähnlichen Fußballturnier und aufgrund der Begeisterung für die Europameisterschaft eine neue Mädchenfußballmannschaft im Stützpunktverein VfB eröffnet werden. An diesen Erfolg wollen die Veranstalter auch dieses Jahr wieder anknüpfen. Hierbei leistet der Verein einen wesentlichen Beitrag zur Integration. Gerade im geographischen Umfeld des Vereins, das von Migrationsproblematik und sozial schwachen Milieus gekennzeichnet ist, ist Integration durch den Sport ein dringendes Anliegen. „Deshalb versuchen wir, den Kindern aus diesem Viertel die Freude am Fußball zu vermitteln und ihnen damit andere Perspektiven der Freizeitgestaltung aufzuzeigen.“ So die Veranstalterin Tabea Gutschmidt vom Programm Integration durch Sport. Es bleibt zu hoffen, dass auch dieses Jahr viele der Kinder – angetrieben von der Fußball WM in Afrika – den dauerhaften Weg in den Sportverein finden und mit Begeisterung im Verein spielen.

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